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Das Wandelröschen
Das Wandelröschen (Lantana camara) stammt ursprünglich aus Mittelamerika und
gehört zu der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Die Pflanze ist eine beliebte
Zierpflanze, welche sich in den Tropen und Subtropen stark ausbreitet. Normalerweise wachsen diese
Pflanzen als Busch, sie werden aber auch zu Hochstämmchen herangezogen. Insgesamt gibt es ca. 150
verschiedene Arten. Die Sträucher haben lange herabhängende Zweige, welche durch die
abwärtsgerichteten Borsten leicht rau sind. Die Blüten sind gelb oder orange, später aber auch
rötlich bis violett.
Da die Blütenfarbe sich mit der Zeit ändert, bekommen die Blütenköpfchen ihr
charakteristisches buntes Aussehen mit verschiedenen Farben innen und außen. Mit der ständigen
Veränderung Ihres Aussehens macht dieser Strauch seinem Namen alle Ehre. Die Pflanze bildet
wenigsamige Giftge Steinfrüchte, welche bei Reife dunkelblau bis schwarz werden. Das Wandelröschen
ist in alle warmen Gebiete der Welt verschleppt worden und breitet sich insbesondere in
feuchtwarmen Gegenden auf Weiden, Ödland und Wäldern stark aus.
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In Südafrika ist die Kultur dieses Strauchs wegen seinem invasiven Charakter sogar verboten
worden. Die Vögel tragen auch zu der Verbreitung der Pflanzensamen bei. In kühleren Gebieten ist die Ausbreitung
nicht so massiv, daher wird die Pflanze dort gerne gesehen. Die Reifen und unreifen Früchte sind jedoch sehr
giftig. Lantana camara ist die giftigste Art ihrer Gattung. Hauptwirkstoffe im Blatt sind Lantaden A und B,
Icterogenin sowie Triterpene. Die Symptome ähneln denen einer Tollkirschenvergiftung und machen sich mit
Pupillenerweiterung, fehlendem Erbrechen, trockener, geröteter und heißer Haut bemerkbar. Einige Tierarten fressen
trotzdem Bestandteile dieser Pflanze.
Am besten gedeiht das Wandelröschen, wenn es an einem hellen, warmen und sonnigen Ort steht.
Hochstämmchen sollten außerdem windgeschützt stehen, da sie kopflastig sind und bei herberen Witterungsbedingungen
leicht umfallen können. Die Blüte ist von der Wetterlage des Sommers abhängig. Bei ungünstiger Witterung ist die
Pflanze weniger attraktiv. Der Wasser- und Nährstoffbedarf ist nicht sehr hoch, es sollte jedoch darauf geachtet
werden, dass die Pflanze nie trocken steht. Um einen buschigen Wuchs zu erhalten ist ein Beschneiden der Pflanze
unerlässlich. Die verblühten Dolden sind abzuschneiden sodass sich keine Samen bilden können. Im Sommer sind die
neuen Triebe regelmäßig abzuknipsen, wenn die Pflanze ihre buschige Form beibehalten soll.
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